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“Kicking the Ball and Taking Care”
Ein psychosoziales Projekt für traumatisierte Kinder und Jugendliche und die sie betreuenden Fachpersonen in Gaza und der Westbank, durchgeführt vom Institut für psychosoziale Prozesse (OPSI) der Internationalen Akademie (INA) dGmbH an der FU Berlin, finanziert durch das Auswärtige Amt Berlin.

Gaza und die Westbank – das sind Orte, an denen Kinder und Jugendliche alles andere als unbeschwert aufwachsen. Die Allgegenwärtigkeit von Gewalt, die plötzlichen Schießereien oder Bombardierungen und nicht zuletzt die ganz alltäglichen Begleiterscheinungen eines jahrelangen bewaffneten Konfliktes wirken traumatisierend auf das Leben der palästinensischen Mädchen und Jungen ein.

Im Rahmen eines psychosozialen Projekts bietet das Team von „Kicking the Ball and Taking Care“ diesen Heranwachsenden mit dem Medium Fußball an ihren Schulen (UN-Schulen für palästinensische Flüchtlinge in Palästina) einen geschützten Raum, um sich spielerisch den Regeln des Fair Play zu nähern, Selbstsicherheit und Gemeinschaftsgefühl wieder zu erlangen und im Sport ein kleines Stücke „heile“ und heilsame Welt zu erleben. Dabei werden sie von speziell im Rahmen des Projektes in Deutschland und vor Ort ausgebildeten SportlehrerInnen betreut, die sich nicht nur um die sportlichen Leistungen der Kinder kümmern, sondern auch um ihr seelisches Wohlbefinden.

Besondere Nachhaltigkeit gewährleistet „Kicking the Ball and Taking Care“ durch seinen einzigartigen Fokus der psychosozialen Supervision (=fachliche Beratung ): Zeitgleich werden zwei multidisziplinär zusammengesetzte Ausbildungsgruppen aus Gaza und der Westbank, unter denen Psychiater/innen, Psychologen/innen, Sozialarbeiter und Counseller an den UNWRA-Schulen sind, in Supervision fortgebildet. Aus diesen Gruppen heraus wird ein breites Netz von Fachgruppen beraten und unterstützt, insbesondere aber auch die jeweils 16 Fußballsportlehrer/innen supervidiert und im psychosozialen Bereich fortgebildet, um die Kinder auffangen zu können, wenn sie Probleme haben

Seit dem Kick-Off im Frühjahr 2010 konnten in Gaza und der Westbank 800 besonders bedürftige Mädchen wie Jungen in dieses Projekt mit einbezogen werden. „Hier vergesse ich vieles, wir sind alle ein Team“, so Mohammed und trifft damit die Meinung vieler seiner Mitschüler.
Ein Vater, der mehrfach das Fußballtraining seiner Tochter verfolgt hatte, meinte:" Vielen Dank für das Projekt. Zum ersten mal habe ich meine Tochter überhaupt wahrgenommen".

In der Jahren 2013 und 2014 werden nun weitere UNWRA-Schulen in das Projekt einbezogen und ab 2014 werden Fußballligen für Mädchen und Jungen gegründet. Ziel ist ein "organisierten Ligabetrieb".


Kay Kirschner
Kasseler Weg 32d
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